Initiative Siglinde
Ein Strickprojekt in Bosnien-Herzegowina, um die Lebensqualität von Frauen, die dort durch den Krieg viel verloren haben, wieder zu entfalten

Konvoi-Berichte 2018

Konvoi-Bericht August 2018  

Wie angekündigt haben wir den August Konvoi 2018 durchgeführt.


Ziele waren:

1. Der Besuch in der Behinderteneinrichtung in Prijedor, die wir im Juli kennengelernt haben, um Ihnen für die Maltherapie Farben und Handwerkszeug mitzubringen.

2. Der Besuch bei den handwerkenden Frauen in Sanski Most - eben die, die am Weg in die wirtschaftliche Unabhängigkeit sind.

Die Vorbereitungszeit war kürzer als vorgesehen. Es spielt keine Rolle ob es ein kurzer oder ein langer Konvoi ist, es sind immer dieselben Standards betreffend Sicherheit und Planung zu beachten.

Denn, wenn alles beachtet ist was aus unserer Erfahrung wichtig ist, reduzieren wir die möglichen Einwirkungen und Hinderungen erheblich.

Immer dann, wenn wir etwas nicht ganz genau beachtet haben, nach dem Motto "das kennen wir ja schon", dann war genau an dieser Stelle etwas los. Als wenn das "Schicksal es riechen würde"... Gut, wir hatten alles beachtet und bedacht.

Ein schöner, neuer Aspekt war, dass sich ein Praktikant der schon mal mit uns am Konvoi war, wieder bereit erklärt hat mitzukommen und eine neue Teilnehmerin sich über ihn meldete, die Ihre Aufgabe hervorragend gelöst hat. Beide waren ein ganz wertvoller Beitrag zum Projekt. Insgesamt waren drei neue Partner am Projekt - ein Lob an alle Drei - wirklich Prima gemacht. Nach dem Motto " zuerst die Bereitschaft, dann das Können dazu.

Zu unserem Treffen mit den Frauen in Prijedor  brachten wir drei neue Vorschläge mit. Wir stellten Ihnen zwei weitere Modelle zum Nähen vor, ein Rucksackmodell und ein Männerwestenmodell, beides aus Patchwork gefertigt. Beide Modelle wurden mit großem Interesse begutachtet, genauestens betrachtet und untersucht wie diese genäht werden müssen. Im Gegensatz zu dem Nähen der Taschen erfordert das ein höheres Maß an Genauigkeit und Exaktheit beim Zusammensetzen der einzelnen Patchworkteile. Eine neue Herausforderung für die Frauen. 

Je höher der Standard für Qualität wird, umso mehr müssen sie sich anstrengen um sich diesem Anspruch gerecht zu werden. Sie können jedoch selbst bestimmen wann sie nähen, wieviel sie nähen und wann sie eben nicht nähen möchten. Sie wählen die Farbkombinationen, was ihr Vorstellungsvermögen und ihre Kreativität fördert. 

Wir haben Ihnen alles was Sie an Material dafür brauchen mitgebracht und übergeben. Dieses mal haben wir darauf geachtet, dass nur Frauen die sich entschieden haben zu nähen auch Material bekommen. Und die Übergabe war dieses mal so geregelt, dass sie nacheinander die Stoffkisten erhalten haben.

Der dritte Vorschlag war eine Übung mit der sie sich selber stabilisieren können. Diese Übung, sie nennt sich Fokussierübung,  haben wir erklärt und mehrere male durchgeführt. 

Diese Übung kann jede Frau für sich machen, es braucht dazu nur die Bereitschaft sich darauf einzulassen. Die Übung selber ist ganz einfach, man wählt zuerst einen Gegenstand, platziert diesen in einem angenehmen Abstand vor sich und lenkt seine Aufmerksamkeit auf den Gegenstand, man fokussiert ihn.

Ablenkungen in Form von Gedanken, Gefühlen die dabei erscheinen nimmt man wahr, bleibt dennoch mit seiner Aufmerksamkeit bei dem Gegenstand. Diese Übung schult den eigenen Willen zu lenken, sie hilft sich besser konzentrieren zu können, sie hilft dran zu bleiben an Etwas, sich nicht abbringen zu lassen, weiter zu machen bis man merkt man fühlt sich wohler, ruhiger. Man lernt, Dingen, wenn es unangenehm wird, nicht aus dem Weg zu gehen, sondern bei dem zu bleiben was man sich vorgenommen hat. Die Gedanken werden dabei ruhiger, es kann sein, dass während dem Fokussieren die Gedanken wilder werden, das dürfen sie - man drückt nicht dagegen, sondern lässt sie ziehen.

Für manche der Frauen bedeutet das eine große Herausforderung - nichts zu tun, einfach nur still sein und die Entscheidung zu treffen bei einer Sache zu bleiben. 

Es kamen die unterschiedlichsten Reaktionen, aber alle Frauen haben einen Unterschied gespürt von Beginn der Übung und dem Ende der Übung. Die Frauen die diese Übung regelmäßig machen, haben im November die Möglichkeit sich weiter darin ausbilden zu lassen. Somit haben sie die Möglichkeit anderen Frauen diese Übung zu zeigen, sie mit ihnen durchzuführen, sie dabei zu betreuen. Und der Kreis des sich gegenseitig Helfens wächst und die Ausrichtung in die Gegenwart wird größer und größer und damit entsteht immer mehr Abstand zu dem was aus der Vergangenheit auf sie wirkt und sie beeinflußt in Ihrer Lebenskraft. 

Nach der Übergabe der Materialien am Ende unseres Treffens, wir haben dazu gelernt vom Juli Konvoi, haben wir uns mit vielen Umarmungen verabschiedet und sind zu unserer nächsten Station gefahren, nach Sanski Most in die Behinderteneinrichtung. 

Wir sind ganz pünktlich angekommen und sie haben schon auf uns gewartet. Wir wurden mit großem Hallo begrüßt. 

Nachdem wir uns vorgestellt haben, und was jeder von uns am Konvoi für eine Aufgabe hat wurde erst mal "geratscht". Vesna, die Leiterin und das Herz der Einrichtung hat erzählt.Eine junge Frau mit Down Syndrom hat aus Ihrem Leben erzählt, was uns alle sehr berührt hat.

Wir haben uns erkundigt wieviel Erfahrung sie mit Maltherapie haben und gefragt ob sie Interesse haben regelmäßig mit einem Therapeuten zu arbeiten. Vesna sagte, es ist eine sehr wirkungsvolle Methode zu helfen, weil sich manche erst dadurch ausdrücken können und so in der Lage sind einen Teil dessen was sie bewegt zu zeigen. Dadurch erlöst sich ein Stück ihrer bedrückenden Erlebnisse und die Lebensfreude kann mehr wirken.

Allerdings ist es sehr schwer an Material vor Ort zu kommen, es ist sehr teuer und da sie nur Einnahmen aus dem haben was sie verkaufen können von Ihren hergestellten Produkten, reicht das nicht. Die Möglichkeit bei der Regierung um ein Projekt einzugeben ist auch beschränkt, deshalb wäre es eine große Hilfe und Freude wenn Sie von uns regelmäßig Unterstützung bekommen können. 

Die Räume in denen sie arbeiten, und auch das Mittagessen für 50 Jugendliche kochen, es gibt einen Speiseplan und auch einen "Arbeitsplan", denn wer von den Jugendlichen mithelfen kann wird miteingebunden, wurde uns nochmal gezeigt. 

Bei ihnen seien die "leichten Fälle" zur Tagesbetreuung untergebracht. Aber auch für diese gibt es nur sehr, sehr schwer die Möglichkeit der Integration. Arbeit gibt es so gut wie gar nicht.

Wir konnten in Erfahrung bringen, dass es in vielen größeren Städten solche Einrichtungen gibt. Und wir haben um die Adressen dieser Einrichtungen gebeten. 

Es ist ein sehr, sehr großer Bedarf nach Hilfe da.Dragan, der Mechaniker, der uns im Juli das Auto wieder in Schuß gebracht hat, war auch kurz da und konnte dadurch sehen, dass es uns Ernst ist mit dem was wir sagen und tun. Mit ihm zusammen haben wir die Materialien, die wir mitgebracht haben, ausgeladen. 

Oh wie groß war die Freude, ein Strahlen auf den Gesichtern als sie die Farben und das sonstige Handwerkszeug dazu gesehen haben. Ja, es war eine Ehrfurcht zu spüren, dass es so etwas geben kann. Worüber sie sich auch noch besonders gefreut haben, waren die Stickgarne. 

Bevor wir uns verabschiedet haben, durfte jeder von uns sich noch etwas aussuchen von ihren hergestellten Produkten. Das wiederum hat ein Lächeln und Freude bei uns ausgelöst. 

Wir werden wieder kommen.....



Alles in Allem ein erfolgreicher Konvoi für alle Beteiligten. Wir lernen jedes mal dazu.



Ich möchte mich bei allen bedanken, von ganzem Herzen, die uns so großartig unterstützen in unserem Tun die Welt Schritt für Schritt so zu gestalten wie wir wünschen das sie sein soll - eine Gemeinschaft.



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Konvoi-Bericht Juli 2018   

Ein Hilfskonvoi, so sagt man, ist eine Aktion, bei der man geschlossen wohin fährt, etwas bewirkt und wieder zurückfährt. Ein einfacher Satz, eine klare Sache. Aber das, was dies bedeutet, erlauben wir uns dieses Mal etwas ausführlicher zu schildern. 

Die Aufgabe

Die Aufgabe ist: in 9 Städten in Bosnien-Herzegowina die begonnene Hilfsaktion durch die Widerstände und Tumulte hindurch zu begleiten und ein für alle erfolgreiches Humanitärprojekt daraus zu machen.  

Hierbei eingeschlossen sind die serbisch dominierten Orte in der Republika Srpska, in die die bosnischen Rückkehrer zurückgingen – sie haben es noch um einen Zacken härter. Weil sie manchmal, so ein Tatsachenbericht, denjenigen, der sie folterte aus dem Konzentrationslager, als Tankwart und Mitbürger nun in ihrer Region wiedererkennen. 

Die Mannschaft

- Ein Koordinator

- Eine Konvoileiterin

- Ein Logistikchef

- Eine Therapeutin und Dolmetscherin

- Eine Kunstfotografin und Maltherapeutin

- Ein Verwaltungs- und Ablaufmanager: ein junger Mann, der gerade ein Managementsystem für seine Firma lernt und den Konvoi als Praktikum für die Anwendung versteht. Er entpuppte sich aber auch sehr schnell als der Alleskönner – ein guter Mann! 

- Ein Koch: ein mutiger junger Bursche, der seine Sache sehr ernst nahm. Er wurde von seinen Eltern eine Woche vor dem Konvoi täglich im Kochen trainiert, und er kochte alle Produkte testweise vor. Kompliment an die ganze Familie! 

- Ein Assistent: Er meldete sich sehr kurzfristig und machte den Konvoi als Beginn seines Praktikums für Politikwissenschaften – ein prima Typ. Voller Beitrag! 

- 3 Personen im deutschen Back Office mit der Aufgabe, uns den Rücken freizuhalten für den Fall, dass wir Botschaft, Konsulat, Polizei, Krankenhaus usw. brauchen würden. Auch der ADAC Service usw. wurde von dort koordiniert. 

- 5 Packhelfer in Deutschland

- 2 Menschen, die uns mit einem Gebet vor der Abfahrt auf das Gelingen einstimmten. Wir beginnen jeden Konvoi mit einem Gebet. 

Die Vorbereitung 

Anfang Juni bis 17. Juli 2018

Treffen, Besprechungen, Planungen, Entwürfe des Projekts... Wer tut was wann wie mit wem, Spenden sammeln, Zusagen bekommen von Finanzen und Helfern, Absagen bekommen, neu planen, hunderte Mails über mehrere Länder. 

Straffes Vorangehen, hunderte von Stunden gesamt bei allen Beteiligten: Ermittlungen, Telefonate, Menschen, die man bei zig Anrufen nicht erreicht, Erarbeiten der genauen Zollregeln, Ämter kontaktieren, Speditionen, Grenzformalismen, Güter verpacken, Güter wiegen, messen. 270 Hilfspakete à 15 kg ausmessen in Länge, Höhe, Breite und genau für den Zoll dokumentieren … Das meiste über Dolmetscher, die zum Glück sehr gut mitmachen. Es lässt sich fast vom Umfang her nicht beschreiben … Freizeiten beantragen … Ausbildungen der neuen Leute: Funken lernen, Konvoi-Fahren lernen. Lebensmittel vorbereiten. Alles muss stimmen, alles läuft auf einen Punkt hin: den Abfahrtstag! 

Kein Plan B möglich, keine Ausreden, keine Erklärungen möglich. Wenn etwas fehlt, kann der ganze Konvoi eben nicht über die Grenze. Die Prozesse lassen sich in Kürze nur sehr schwierig korrigieren. Scheitern oder nicht ist die Konsequenz. 

Dazu kommen noch die emotionalen Befindlichkeiten. Weil es eben ein Es-wird-genauso-wie-es-geplant-ist-Vorgang ist!

Endlich!

Die Abfahrt! 

Team 1 mit nunmehr 172 Hilfskartons (Nähzubehör, 40 Bügeleisen, Nähmaschinen) setzt sich am 17.07.2018 in der Früh in Bewegung. Klare Routine. Das Fahren: zügiges Vorankommen, Ankunft in der Nacht an der EU-Außengrenze. Der Wagen wird verplombt. Erste Fehler werden in den Papieren entdeckt, die kriegen wir nach einer Nacht an der Grenze aber tags drauf geregelt. Kurzer Schlaf, Hitze, müde … 

Team 2 absolviert am 17.07. mit den restlichen Leuten die Ausbildung. Realistisches Trockentraining, simuliertes Konvoi-Fahren unter Einbau aller Routinen in Bayern. Geht gut. Danach nochmalige Überprüfung und nochmals und nochmals. 

18.07.2018

Am Morgen startet auch Team 2 mit drei vollbeladenen PKWs.

Team 1 erreicht am 18.07. den Zollhof in Travnik. Erneute Feststellungen, dass per Gesetz unter bestimmten Umständen die Hilfsgüter ebenfalls verzollt werden müssen … Wir erfahren, wie es geht, um der Verzollung in Zukunft zu entgehen. 

Eingeständnis unsererseits, dass wir hier nicht 100 % ermittelten. Kein Schönen, kein Rechtfertigen, kein Schuld-woanders-Hinschieben. Das Motto ist einsehen und lernen. Wir versuchen über Polizei und Speditionen alles Mögliche, aber es bleibt die Verzollung. Das Gute dran ist, wir bekommen es zu einem guten Preis. 

Team 1 wartet in Travnik. Der Plan: Um Mitternacht trifft Team 1 auf Team 2. 

Team 2 kommt erfolgreich in Travnik an. Aber es ist wirklich Mitternacht geworden. Die Fahrt durch die Schlucht des Vrbas-Tals in der Nacht ist für einige eine Herausforderung. 

Treffen in Travnik, Zusteigen eines Mitfahrers und weiter nach Sarajevo. Parken, Einchecken ins Hotel, sofort schlafen. Es ist ca. 3.00 Uhr morgens.

19.07.2018

Um 8.00 Uhr Treffen, Lagebesprechung. 

Um 9.00 Uhr kommen alle Frauen der Sarajevo-Gruppe. Sie haben sich schön gemacht. Berührend … Sie besitzen nichts, machen sich aber schön, Respekt vor dieser Würde. Sie sitzen aufrecht, sie sind mit uns, sie gehören dazu – das wissen sie, sie sind wer! 

Aufnahme der Lage, es sieht nicht gut aus. Viel Veränderung. Die landeseigene Verwaltung der Konzentrationslager- und Folteropfer-Organisation bricht gerade zusammen. Siglinde und ihr Team halten den geistigen Raum aufrecht. Wir geben weder auf noch nach! Wir finden Wege! 

Wir besprechen alles Wichtige, nehmen ihnen alle Produkte ab, tauschen sie ordentlich aus, geben ihnen Mengen an mitgebrachter Wolle und Strickanleitungen. Jede Frau darf genau ihre Strickkreationen so tun, wie sie es meint. Keine Uni-Form, nur Individualität. Der Kommunismus machte sie sowieso schon zu uniformen Denkern. Dann noch die Folter, was willst du dazu noch sagen außer: Versuche zu leben in eigenem Denken. Welch hoher Anspruch, aber da wollen wir hin und nirgendwo anders. 

Um 10.00 Uhr kommt die Leiterin der Sarajevo-Gruppe der Folteropfer-Organisation und berichtet über den Zusammenbruch der Organisation. Ihr Anliegen ist, wir könnten doch für ganz Sarajevo die Organisation übernehmen – ca. 6.000 Menschen sind betroffen. Na ja, was will man dazu sagen.  

Kleiner Ausflug nach Sarajevo City, schnell zurück, packen, weiter. Der Koch hat Essen zubereitet ud verköstigt uns nebenbei. Sehr lecker, alles mitgebrachte Sachen … Alles großzügig gespendete Lebensmittel.   

Auf nach Travnik, Treffen der Gruppe 1 auf Gruppe 2. Anfahrt zu einer weiteren Gruppe von Frauen. Der Sprinter hat mittlerweile einen geplatzten Luftschlauch. Der Wagen fährt nur noch 30 km/h den Berg hoch. Eines der Teammitglieder repariert provisorisch. Wir bereiten die Auslieferung vor. Der Sprinter mit Hänger wird auf einer unübersichtlichen Straße gewendet, und beim Rangieren reißt die Hängervorrichtung ab. Der Anhänger bewegt sich allein rückwärts rollend den Berg hinunter. Wir haben ihn sofort aufgegangen, er landet im Straßengraben. Oh my God – das hätte ins Auge gehen können!! 

Aber was geschieht? Sofort stürzen 4 – 6 Menschen herbei, legen sich neben und vor den Hänger und fangen die Reparatur an. Wir haben nicht mal gefragt. In Windeseile werden neue Schrauben geholt. Die alten abgebrochenen werden herausgeschlagen, und zack! Schon war der Hänger wieder dran. Einfach nur schön – danke nach oben und in alle Richtungen für diese Hilfe! 

Es ist finster. Wir kochen für alle vom Team und unsere Helfer dank unseres Kochs im Freien, beruhigen uns, analysieren die Lage zigfach. Weiterfahrt zum Hotel, ab ins Bett. Ein interessanter Tag. Alle Ziele erreicht. Alle Widerstände überwunden. Alle gesund. 

20.07.2018 

Nächste Gruppe. Hier herrscht heftiger Widerstand gegen unser Tun. Es ist eine Gruppe eines muslimischen Geistlichen, der uns versucht schon seit langem, unter seine Kontrolle zu bringen. Dieses ist seine bekundete Absicht, auch schon seit langem. Andauernde Schwierigkeiten an diesem Ort. Wir verhandeln mehrere Stunden ziemlich heftig. Wir haben nicht die Absicht, ein Teil einer islamischen Organisation zu werden, Wir wollen humanitär arbeiten mit dem Ziel, bei den Menschen die Selbstbestimmung nach den Gräueln, die sie erleben mussten., wieder herzustellen. Eben durch Ergotherapie. Wir mischen uns nicht in die Politik oder Religionen ein. AM Ende finden wir eine Lösung zur gemeinsamen Weiterarbeit. Inhalte der Diskussion würde alle Berichtsrahmen sprengen, Bitte um Verständnis.

Wir lassen genau die versprochenen Güter da, sorgen für administrative Ordnung, verabschieden uns. Beginnendes Verstehen, Lächeln … Keine großartige Stimmung! Aber das ist eben die Wirklichkeit und keine PR-Story aus einem Hochglanzmagazin. 

Weiter nach Bucici. Hitze nimmt zu (Wetter ist gemeint, aber auch in den Emotionen. Jeder muss wohl mit dieser Situation fertigwerden). 

Freudige Stimmung, und die Frauen erzählen, dass sie mit den angefragten Produkten der letzten von uns begonnenen Ausbildungsaktion nicht fertigwerden, zu schwer war die Aufgabe. Wir klären die Lage. Bucici ist mittlerweile so stark gewachsen, dass sie fast keine Aufträge mehr annehmen können, weil bereits andere, auch deutsche Firmen auf sie aufmerksam wurden, und „es läuft richtig gut“. Dennoch wollen sie unsere Produkte weiter verarbeiten. Aber hier haben wir wieder den Ausbildungsschritt in fachlicher Natur anzuheben. Ein schönes Wachstum. 

Mit den Menschen dort ist die Zusammenarbeit eine Freude. Unser Koch hat wieder im Freien das Essen gemacht. Richtig lecker (keine endlosen Restaurantbesuche, Zeitverschwendung, nein: Straffes Programm ist das Motto!).

Weiter hoch nach Sanski Most. Es gibt zwei Wege, die wir nehmen können. Aus bestimmten Gründen wählen wir den langen. Am Ende: Warnlampe, drohender Motorschaden. Unser Logistikchef analysiert für uns eindeutig Gefahr! Und schon wieder geht es los. Es beginnen sich auf einmal die Dinge zu fügen! 200 Meter neben uns ist eine Tankstelle. 20 Minuten später steht ein Auto neben uns. Der Mann sagt, er ist der einzige in Prijedor, der Katalysator-Probleme lösen kann. Er bringt uns zu seiner Werkstatt (es ist Samstag Abend). 

Er checkt den Kat, misst und tut und repariert ihn so, dass kein Motorschaden mehr entstehen kann. Günstiger Preis. Die Eigenkosten schenkt er uns. Dabei erwähnt er, dass wir uns gerade an einem denkwürdigen Ort befinden. Seine Werkstatt ist ein ehemaliges Männer-Konzentrationslager. 3000 Inhaftierte, 300 erschossen. Die Gedenktafel wird besucht. In dem Atemzug berichtet er von einem Heim für geistig zurückgebliebene und gehandicapte Jugendliche in der Stadt, für die er spendet. 

Wisst ihr, das ist ein Ort, wo die Aller-Aussichtslosesten leben. Kinder und Jugendliche ohne Eltern, geistiger Schaden, können sich mit nichts ernähren … Wenn man sich nicht kümmert, würden sie einfach sterben oder anderen Machenschaften in die Hände fallen – aber auch da wären sie vollständig verloren. Nein, es ist nicht gut genug beschrieben: Es ist ein Hölle, so zu leben. Ich muss weinen an der Stelle. 

Wir handeln blitzschnell: Sofort richten wir für den morgigen Tag eine kleine Soforthilfe aus. Alles wird in dieser Nacht vorbereitet. 

Wir fahren weiter zu unserer Unterkunft. Kurzer Check, Schlafen wie Stein, müde, Hitze … 

21.07.2018 

Aufstehen, Frühstückskoch ist auf Zack, alles ist fertig. Keiner hängt durch – Team ist fit! 

Sanski Most steht am Programm. 9 Vereine, 250 Personen hintendran. Gute Stimmung. Es ist zwar einiges zu klären, denn wir brauchten unter anderem 1,5 Jahre, um den Zollzyklus auf die Reihe zu kriegen. Das ist lange, das hatten wir zu erklären … 

Aber der Import dort lief an, und damit sind die Menschen zufrieden. Wir liefern die Güter aus, helfen ihnen, sich gut zu organisieren. Die Not, die Unerfahrenheit in Gruppenarbeit, all das macht es ihnen schwer, kooperativ zu sein … Gier, Wetteifern, dem anderen nicht so viel gönnen: All das sind Werte, die wir dort erst mal zu etablieren haben. Unsere Therapeutin bemerkt genau, wo die Ansätze sind, und bereitet sich fürs nächste Mal vor. Denn nachdem die Hilfsbedürftigen die Güter erhalten hatten, ist kein Halten mehr – zack in die Autos und nach Hause. Dabei verschwinden noch zwei Kisten, und die Emotionen sind gut hochgefahren … 

Ein weiterer Fortschritt ist eingetreten. Sie arbeiten, sind bereit für Therapie und Schulung und – es geht weiter! An den Orten, wo von den Frauen noch keine Fotos gemacht wurden, werden Fotos von unsererFotografin gemacht von denen, die es wünschen. Es wünschen sich alle ein Foto.Die Fotos, die sie im April 2017 gemacht hat, überreicht sie an die Frauen, und es ruft ein Lachen und Freude hervor. Die Frauen können ihre Veränderung sehen, insbesondere weil die Fotografin einen sehr eindrucksvollen Fotostil anwendet, der in internationalen Ausstellungen zu sehen sein wird. Bereits in Planung ist eine Ausstellung im Jahr 2019 mit allen Fotos und einem Buch dazu. Ein Team fährt die angekündigten Hilfsgüter an den „Ort der Vergessenen“. Es ist unglaubliche Freude dort. Wisst ihr, es ist so wenig dort noch übrig, dass man es fast nicht mehr Leben nennen kann. Die Betreuerinnen sind die Liebe in Person. Um so etwas betreuen zu können: Hut ab, Respekt … und tiefe Dankbarkeit an diese Menschen.  Unsere Therapeutin und Dolmetscherin, die Bosnisch als Muttersprache beherrscht, schafft durch ihr Verstehen ganz schnell eine liebevolle Beziehung und baut so eine Brücke für  uns alle, die eine Kommunikation auf mehreren Ebenen möglich macht.Zurück zur Unterkunft. Die Autos halten einigermaßen, immer unter strenger Beobachtung, dann Besprechung und so weiter. 

22.07.2018 Aufbruch. 

Autos checken, Ausrüstung prüfen, Dokumente-Check und los geht’s! Den ganzen Tag fahren wir. Läuft gut. Wir lösen unterwegs die Kolonne auf, damit einige, die noch eine weitere Reise haben, rechtzeitig heimkommen. Der Sprinter bleibt als langsamstes Fahrzeug zurück und fährt zum Teil mit 40 km/h, da a schon wieder ein anderer Schaden auftrat über die österreichischen Berge. Zu Haus angekommen – total müde bringen die Konvoileiterin und der Logistikchef den Wagen noch zurück. Denn es ist 4.00 Uhr früh am 23.07.Nacharbeit  Vom 23. bis zum 26.07.2018 ist Nacharbeit. Zwei Personen räumen auf. Alles prüfen, die Papiere, alles an seinen Ort zurück, besprechen und so weiter. Sofortige Planung: Ein Auto fährt im August an den „Ort der Vergessenen“ und hilft unmittelbar. Keine Pause. Erste Freiwillige haben sich dafür schon gemeldet.  Die Not dehnt sich aus. Sie warten nicht, ob man ausgeschlafen ist oder nicht, auch nicht. Ob man bei diesem Job immer nur sich „gut“ fühlt oder nicht. Nein, sie ist jetzt da - und braucht Herzensmenschen, solche, die fühlen und denken können und wollen. Und so ein Team haben wir. Und ihr seid Teil davon von dieser Gemeinschaft, die diesen Menschen hilft und es auch weiter tut. Zum Abschluss, der wie immer keiner ist, möchten wir euch, liebe Paten, Spender, Helfer und Konvoifahrer, danken. Man sagt „danke“, aber das ist zu wenig. Es ist ein ruhiges, stilles Danke. Keine lautes, kein marktschreierisches, nein, im Gegenteil. Ein manchmal auch wortlos Sein angesichts dessen, was Menschen erleben mussten, was sie erdulden musste, und wisst ihr, unsere Probleme sind auch wichtig. Aber manche doch nicht so sehr – angesichts dieses Leids!  Danke, dass ihr Teil derer seid, die dies möglich machen. So, und schon hören wir wieder leise die ersten Anfragen. Wann es denn weitergeht … Einige Telefonate beginnen bereits. Erste Notizen werden gemacht …  

Herzliche GrüßeSiglinde Anzenberger und das Team von „Initiative Siglinde“

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Konvoi-Bericht März 2018   

Liebe Konvoi - Projektpaten, Freunde, Partner, Helfer...

Es ist gelungen!

Am 15.03. sind wir zu dritt aufgebrochen, um die uns gestellten Aufgaben, die wir uns schon lange vorgenommen hatten, zu erfüllen. Die Fahrt nach Bosnien/Herzegowina verlief reibungslos. Nachts sind wir in Donji Vakuf angekommen und erstmal in die Betten im Motel gesunken.

 Am Freitag, dem 16.03. ging es schon zeitig los, unsere Dolmetscherin aus Oborci, einem kleinen Ort nahe bei Donji Vakuf, war mehr als pünktlich, und nach einem gemeinsamen Frühstück ging es zur ersten Station. Es ist die Nähschule in Bucici bei Jaice.
Die Schneidermeisterin aus Landsberg, die uns auf diesem Konvoi begleitet hat, brachte einen schönen Nähauftrag mit. Und mit viel Freude bei allen Beteiligten zeigte und lehrte sie die wesentlichen handwerklichen Fertigkeiten, die Vertiefung brauchten. Parallel dazu ermittelte unser Import-Experte die rechtliche Importlage vor Ort:
Und siehe da, alle Vorbereitungen, die wir im letzten halben Jahr mit unsere Beratung und unseren Finanzierungsangeboten begleitet haben, waren in Bucici umgesetzt worden. Eine Firma mit Exportmöglichkeit war entstanden.

Jetzt ist es also endlich durch!

Die Stimmung bei den Frauen, bei uns war einfach schön - Emotionen...., Arbeit.... und Zukunft. Nach der Verabschiedung fuhren wir weiter nach Jaice um den Vorgang betreffend dem Autounfall vom letzten Jahr endgültig abzuschließen.

 Weiter ging es nach Prusac, einem ca. 1 Stunde entfernten Ort, ebenfalls mit einer Nähschule, die von uns betreut wird. Unsere zweite Station.

An diesem Ort gaben wir eine sehr gründliche Orientierung an alle anwesenden Personen und klärten nochmal Verständnisfragen, die sich seit dem letzten mal ergeben haben. Und auch hier sind alle Vorbereitungen zur Gründung einer eigenständigen Firma für den Export nicht nur erledigt, sondern die Firma war bereits von einer Frau gegründet.

Gemeinsam mit dem Import-Experten wurde alles Nötige nochmals genau besprochen, und es gab eine sorgfältige Unterweisung für die Begründerin der Firma, bis ein gutes Vertehen entstand. 

Die Lage in Prusac ist allgemein angespannt, weil sich hier kleinere Machtkämpfe abspielen zwischen denen, die kontrollieren wollen, und denen, die mit uns als freie Partner zusammenarbeiten wollen. Das alte System ist eben noch etwas aktiv. Kein Wunder, wie sollte sich der Wandel vollzogen haben? Die politische Strukturierung, die duch die Amerikaner mit dem Dayton Vertrag versucht worden ist zu etablieren, kam in den Köpfen der meisten Menschen noch gar nicht an. Außerdem mischen auch noch die religiösen Gruppen mit, und die Gier und der Neid sind schließlich auch nicht besiegt. Und die aus dem Leid geborene Demut verfliegt mal schnell mit der Aussicht auf Erwerb, Besitztum und Wohlstand. All das darf man weder unter - noch überbewerten. Es ist eben auch ein Umstand, der existiert. Wir verurteilen niemanden, der in so einer Lage zu Spott, Hohn, Verleumdungen und anderen unschönen Attributen greift. Denn die Krankheit, das Leid sind ja nicht wirklich erlöst oder geheilt. Und die Wunden werden erst noch zu Tage treten mit zunehmender Hoffnung. Erst wenn diese Wunden geheilt sind, gibt es wahre Vernunft.

Erstaunlich war, dass die geplante Firma wirklich steht. Warum das so erstaunlich ist, darauf kommen wir später.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren wir zurück in unser Motel in Donji Vakuf, und es gab zum ersten Mal eine warme Mahlzeit, ein Schnitzel, sehr lecker. Bis dahin hatten wir uns von dem mitgebrachten  Lebensmitteln aus der Kühlbox ernährt, um so sparsam wie möglich zu sein. Der Besitzer und seine Mitarbeiter sind mittlerweile Freunde geworden, sie waren es nämlich auch, die uns letztes Jahr beigestanden und uns unterstützt haben, um die meisten Dinge, die mit dem Unfall vor Ort zu tun waren, abzuwickeln. Gott sei Dank gibt es solche Menschen, und wir haben sie als Freunde gefunden. Unsere Dolmetscherin, die wir schon länger kennen, sie sich immer loyal uns gegenüber verhält und uns jederzeit hilft, wollten wir für ihre Mitarbeit und Loyalität ausreichend würdigen. Für sie hat ihre Aufgabe etwas Normales, es ist so selbstverständlich für sie, den Menschen zu dienen - dennoch es braucht eine Anerkennung: Wir gaben ihr ein kleines Entgelt, welches sie fast nicht annehmen mochte, die Schokolade für die Kinder fiel ihr leichter anzunehmen. Zum Abschluß fuhren wir sie noch nach Hause bis vor ihre Haustür. Mit ihr ist es lustig, Scherze bis in die Nacht hinein, Lachen - nie ein Klagen oder Jammern, kein Ego, sondern einfach ihre "Arbeit" machen. Wie ein Profi! Wir danken ihr von ganzem Herzen, dass sie uns mit ihrer lieben Art begleitet hat.

 Von Donji Vakuf ging es noch in der Nacht nach Prijedor, zu unserer dritten Station. Dort angekommen sind wir sofort in die Betten gefallen, denn um 7.00 Uhr früh ging es wieder raus, weil es um 9.00 Uhr ein Treffen mit der nächsten Gruppe aus Sanski Most gab. Es sind so liebe Menschen, dass wir staunend innehalten, wie schön sie geworden sind. 

Die Kriegswehen sind weitgehend aus ihren Gesichtern verschwunden. Wir wurden freundlichst aufgenommen, und es herrschte eine warme Atmosphäre. Alle fragten "Wo ist Siglinde?"  

Für diesen Ort hatte unsere Schneidermeisterin zwei Nähaufträge vorbereitet. Und von uns haben die Frauen ebenfalls einen Nähauftrag bekommen. Auch hatten wir für sie mehrere Kisten Stoffe mitgebracht. Es wurde eine lustige Runde, aus acht Vereinen kamen die Leiterinnen aus der Region. 

Und auch hier gab es eine Frau, die eine Firma gegründet hatte und sich bereit erklärte, mit den Frauen aus der Region zusammenzuarbeiten und somit auch mit uns. Es war enorm. Sie hatte alle Papiere dabei, sehr ordentlich. Unser Import-Experte kontrollierte diese nochmals und ja, es war alles okay. Die Frauen fuhren gegen 13.00 Uhr wieder nach Hause, und es wurden viele Einladungen ausgesprochen, sie in ihren jeweiligen Arbeitsstätten zu besuchen. Der Sohn einer anwesenden Frau, er lebt in München, wurde eingeladen uns zu besuchen. Sehr viele Nettigkeiten. 

Im großen Stil würde man sagen "Völkererständigung". Im kleinen sagen wir: "Völkerverständigung - und zwar die echte, wirksame."

Den ganzen Tag über strömender Regen, so erledigten wir am Nachmittag unsere Verwaltung, ruhten uns aus, besprachen die Zukunft und leisteten uns nochmal ein gutes Essen. Wir sind sehr sparsam gewesen und gut mit den Dingen umgegangen, was uns wichtig ist.
Nun kommen wir zu dem Punkt, warum das mit den Firmengründungen so wichtig und so erstaunlich ist: Weil es den Opfer-Status beendet. Es sagt den Frauen, sie sind unsere Partner, Partner auf Augenhöhe mit Rechten und Pflichten. Sie sind weder Gefangene, Unterworfene, Sklaven oder Minderbemittelte oder Ungebildete. Nein, sie sind nichts davon. Sie sie schöne, stolze Menschen, die lernen, sich und andere wieder zu achten. Sie lernen es aber nicht, weil sie es nicht können, sondern weil die Erlebnisse der Unmenschlichkeit noch auf ihnen lasten, und deshalb sieht es so aus, als ob sie es lernen müssten. Es ist vielmehr so, dass sie es konnten, es wieder können und es immer können werden - in Liebe und allen damit verbundenen Werten zusammenzuleben, als Familie, als Freunde, als Volk, als Nation, als Menschheit in Harmonie und mit der Natur und im göttlichen Bewusstsein. 
Am Ende dieses Projektes werden wir uns die Hände schütteln, einander danken, Freude in unseren Herzen haben - und wir brauchen nichts sonst!
Denn das ist soviel.

Und all das führt die Menschen dort und uns näher zu unserem Ziel - in Jaice eine Akademie zu gründen, die im Rahmen der "initiative-siglinde" betrieben werden wird.
Euch allen, die Ihr zu uns steht, die Ihr an uns denkt, die Ihr Gutes wünscht, die uns immer wieder Mittel zur Verfügung stellt und uns sagt, dass Ihr uns vertraut....  Euch können wir nicht genug danken. Es ist so wundervoll, was ihr gemeinsam mit uns bewirkt und wie Ihr uns begleitet. Und wie Ihr uns durch Euren Beitrag Kraft gebt, weiter und weiter zu gehen. 

Wie weit? 

Bis die Arbeit gemacht ist. 

Und wann ist sie gemacht? 

Wenn ein System landesweit etabliert ist, welches dafür sorgt, dass kriegstraumatisierte Menschen wieder in eine Freiheit kommen können. Unsere Methode ist das Ergotherapie-Projekt, kombiniert mit entsprechender Körperarbeit (nachzulesen auf unserer internetseite unter der Rubrik "Berichte" - Auszüge aus der Anatomie eines Traumas und das Schneider-Projekt für ehemalige KZ Insassen in Bosnien/Herzegowina). 

 
Wenn das in einem Land geht, geht es auch in allen anderen Ländern...!
Ob wir Euch brauchen? JA.
Ob wir mehr von Euch brauchen? JA.
Ob wir Euch lange brauchen? JA. 

"OHNE EUCH GEHT NICHT VIEL - MIT EUCH GEHT ALLES"
 

DANKE

Team initiative-siglinde

im Zusammenwirken mit

SITA CONSULTING
 

Siglinde Anzenberger

Inhaberin

Mail: sita.consulting@gmx.de

Web: http://www.sita-consulting.de

Lexenbergstr. 24

D - 84437 Reichertsheim