Initiative Siglinde
Ein Strickprojekt in Bosnien-Herzegowina, um die Lebensqualität von Frauen, die dort durch den Krieg viel verloren haben, wieder zu entfalten

Konvoi-Berichte 2017

KONVOI - BERICHT NOVEMBER 2017

An alle Spender, Freunde, Unterstützer, Helfer


Für unseren November Konvoi hatten wir uns vorgenommen:

* Dass es in jedem Ort mindestens eine Frau gibt, die bereit ist einen Gewerbeschein zu erwerben.       

* In jedem Ort einen stabilen Kommunikationspartner zu haben, mit dem wir und über den wir mit       

   allen Frauen aus diesem Ort in guter Kommunikation und Verbindung sind.

* Aufträge für unser neues Produkt - Rucksäcke - vergeben in Orten die noch geeignete       
   Stoffe haben und  sich auch zutrauen, diese Rucksäcke herzustellen.

* Einen Näh-Auftrag für Schürzen vergeben.

* Den Weg ausbauen in eine bessere Zukunft. Wichtig dafür, dass alle Frauen und Partner gut     verstehen,

* dass wir dazu den Gesetzen der verschiedenen Länder entsprechen müssen und wollen, was den       
   Import/Export der Waren betrifft.  

* Und das Einverständnis aller, die mitmachen.

* Nähmaschinen übergeben

Umsetzung:

Für alle Orte  haben wir eine Power-Point-Präsentation vorbereitet, in der unser gemeinsamer Weg zum Wachstum und für die Zukunft genau aufgezeigt wird, in einzelnen Schritten.  Diese haben wir vorgestellt,  anschließend gab es eine Diskussion mit den Frauen wie sie das sehen, welche Bedenken sie haben, welche Schwierigkeiten es geben könnte, welche Möglichkeiten es gibt usw. 

Wichtig war, mit dem allem so umzugehen, dass die Frauen aus sich selbst heraus den Mut fanden, einen für sie doch sehr großen Schritt zu wagen, nämlich auf das Gewerbeamt zu gehen und sich zu erkundigen was es alles dazu braucht. Durch dieses Vorgehen konnten wir in ihnen ein Verständnis erzeugen warum dieser Schritt notwendig ist. Für die Frauen bedeutet es ein Umdenken aus ihrer kleinen Welt in die "offizielle Arbeitswelt" und den damit verbundenen Regularien. Bei allem, was wir tun, braucht es immer ein Berücksichtigen ihres Hintergrundes, ihrer Erlebnisse, die sie geprägt haben.  

Da unsere Zusammenarbeit von Mal zu Mal anspruchsvoller wird, braucht es in jedem Ort einen  Ansprechpartner, der gut Deutsch oder auch Englisch spricht und einen funktion-ierenden  Internetzugang hat. Und auf den wir uns verlassen können. Auch dass er all die Informationen von      unserer Seite selbst gut versteht und an alle Frauen in ihre Gruppe weitergibt und ins Verstehen führt.

Keine leichte Aufgabe mitunter für diese Frauen, die sich bereit erklärt haben, unsere Ansprechpartner zu sein. Es ist eine große Verantwortung, die sie übernehmen. 

Unser Rucksack Modell ist in den Hintergrund getreten, da es in keinem Ort noch geeignete Stoffe gibt, aus denen die Frauen die Rucksäcke fertigen könnten. Und es braucht dafür nochmal ganz andere Fertigkeiten. Aber sie haben die Rucksäcke genau angeschaut und Fotos gemacht. Wer weiß, was wir beim nächsten Mal als Überraschung erleben.

Den Näh-Auftrag für Schürzen, den uns eine Bekannte mitgegeben hat, haben wir mit sehr genauer  Anleitung und Erklärung, wie diese zu nähen sind, übermittelt. 

Sich um alles kümmern, was von den Frauen kommt. Es gab lebhafte Gespräche. Manche Frauen waren erst mal enttäuscht, dass wir diesmal keine Produkte mitgenommen haben. Nachdem wir ein  Verständnis über die neue Lage erzeugen konnten, war die Enttäuschung weniger groß, denn der Weg muss sowohl für sie als für uns gangbar und machbar sein. 



Jede Frau konnte entscheiden ob sie den Weg gemeinsam mit uns weiter gehen möchte unter den neuen Bedingungen.



Ergebnisse:



* In allen Orten gab es Frauen, die sich bereit erklärt haben, auf das Gewerbeamt zu gehen und und  mitzuteilen, was sie heraus gefunden haben, wenn man einen Gewerbeschein haben möchte.  



* Es  sind  mittlerweile aus allen Orten Antworten eingetroffen.
* In allen Orten gibt es jetzt zuverlässige Ansprechpartner, mit den wir in gutem Kontakt sind.
* Rucksäcke wurden vorgestellt als nächste Nähaktion.
* Stoffe und Anleitungen für die Schürzen wurden übergeben.
   Eine Schürze ist schon bei uns angelangt, sie ist wunderschön genäht.  
* Eine größere Welt hat sich aufgetan, neue Sichtweisen sind entstanden, was den Weg in mehr 
   Selbstständigkeit und Bestimmung betrifft. 



Zum Schluß möchte ich Euch/Ihnen einfach noch mitteilen, was mich berührt hat, und was mich bestärkt, weiter zu machen:

Es ist der Mut dieser Frauen. Zehra, eine ca. 60 jährige Dame, hat das erste mal vor allen Anwesenden über ihr Schicksal erzählt: dass sie ihr ungeborenes Kind verloren hat und ihr Mann am Morgen aus dem Haus ging und nie wieder zurück kam. Und dass sie nicht weiß, was mit ihm geschehen ist. Sie sagte auch, sie wird jetzt nicht mehr schweigen, sondern über das, was mit ihr passiert ist, was überhaupt passiert ist, reden. Denn die Darstellungen, die in den Medien gezeigt werden, entsprechen nicht dem was sie erlebt hat. Das möchte sie nicht mehr stillschweigend hinnehmen. 

Diese Äußerung ist für mich ein Ausdruck, dass unsere Arbeit in den Frauen Veränderungen herbei führt. Das wieder mehr Lebenskraft in sie einkehrt.

Durch unsere Wertschätzung, unsere Aufmerksamkeit, unseren Respekt und unsere Anerkennung entsteht  immer mehr Hoffnung und Zuversicht bei jeder Frau. Auch wenn sie leicht geknickt kommen, wenn wir uns wieder sehen: In ganz kurzer Zeit ist ihre Haltung eine andere und sie sind fröhlich, lachen, sind wacher und beteiligt. Wenn sie gehen, nehmen sie all das mit nach Hause, und es trägt sie bis zu unserem nächsten Zusammensein. 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen: "Den Glauben das wir durch unser Denken und Handeln etwas verändern und bewegen."

Unser Team wünscht Euch/Ihnen allen Momente der Stille für Weihnachten, in denen Raum für Träume, Visionen und Ideen ist und Ihr/Sie die Kraft finden diese im Neuen Jahr zu be-leben. 
Ich bedanke mich von ganzem Herzen für Eure/Ihre Unterstützung und Anteilnahme zum Gelingen dieses Projekts. 


Herzliche Grüße


Siglinde Anzenberger
Gründerin der Initiative Siglinde

 




KONVOI - BERICHT APRIL 2017


An alle, die uns helfen und unterstützen, dass sich unsere Vision immer mehr ins Leben bewegt - ein Danke von Herzen.
 
Das waren unsere Aufgaben für den Konvoi im April:

* Mit den Frauen der Strickschule in Sarajevo Zeit verbringen, um das Stricken der neuen Fellbommelmützen und der Stirnbänder nachzuholen. Dies kam auf unserem letzten Konvoi zu kurz, weil durch durch die nicht eingeplanten Abwicklung der Zollformalitäten drei Tage verloren hatten.


* Ihre fertigen Strickprodukte auf Qualität kontrollieren.

* Das neu erarbeitete Modell der 5 Ebenen in der Stricktherapie vorstellen.

* Stoffe (7 Bananenkisten) übergeben, da die letztes Mal mitgebrachten Stoffe noch nicht nach Sarajevo transportiert werden konnten.

* Mit der Gruppe im zweiten Ort, wo Taschen genäht werden, Zeit verbringen und uns näher kennenlernen, weil das bei unserem letzten Konvoi auch zu kurz kam.

* Fotos von allen Frauen machen für eine Ausstellung und um ein Buch entstehen zu lassen.

Wir haben alle unsere Konvoiziele erreicht

Auf diesem Konvoi wurde ich begleitet, unterstützt und ergänzt von zwei Frauen, Monika und Birgit, die das erste Mal mitfuhren. Monika ist eine große Hilfe hier in Deutschland. Sie sortiert die gespendete Wolle, hilft bei der großen Stoff-Abholaktion im März und ist beim Stoffe-Zuschneiden für den Transport nach Bosnien aktiv. Nebenbei macht sie auch noch Apfelstrudel für alle, die an dieser Aktion teilnehmen. Sie ist mit ihrem großen Interesse an den Frauen und deren Alltag eine wunderbare Assistentin, hier und in Bosnien.

Birgit ist Malerin und Kunsttherapeutin. Von ihr stammt die Idee mit den Porträtfotos. Dabei geht es um "gesehen werden" - die Frauen mit ihrem Schicksal und Trauma aus dem Vergessen ins Bewusstsein der Menschen zu holen. Daran zu erinnern, dass diese Menschen ein Recht darauf haben, ein würdevolles Leben zu leben. Ihnen wieder einen Platz in der Gemeinschaft der Welt zu geben.

Das Ignorieren hat lange genug gedauert und muss aufhören. Anstatt dessen braucht es Anteilnahme und ein Auseinander-setzen mit dem Thema.

Um diese Fotos machen zu können, wurden alle Frauen gefragt, ob sie fotografiert werden möchten, ob sie damit einverstanden sind, wenn diese Fotos in einer Ausstellung gezeigt und in einem Buch verwendet werden. Alle Frauen waren sofort damit einverstanden.  Birgit hat das Fotografieren auf sehr einfühlsame Weise  umgesetzt, die Frauen durften sich zeigen. Ein bewegendes Ergebnis.

Jede Frau wird ein Foto bekommen, und zwar das, welches ihr am besten gefallen hat.

Gastfreundschaft ist immer noch ein hoher Wert in Bosnien. Und so wurden wir auch am zweiten Ort, in der Nähe von Donji Vakuf, herzlich empfangen und aufs Köstlichste mit Selbstgemachtem bewirtet. Wir konnten damit auch das Versprechen einlösen, dass wir Zeit für sie haben, um uns kennenzulernen. Dieses Miteinandersein ist ein wichtiges Element, denn es drückt aus, dass die Frauen uns etwas bedeuten.

Am Schluss unseres Treffens haben sie uns noch die fertig genähten Taschen gezeigt und gefragt, ob diese gut sind. Die in der Gemeinschaft produzierten Taschen sind sehr gut genäht und in geschmackvollen Farbkombinationen zusammengestellt.

Jetzt im Sommer bis in den Spätherbst hinein werden die Frauen nicht ganz so viel Zeit fürs Taschennähen zur Verfügung haben, weil sie mit Garten- und Feldarbeit beschäftigt sind.



Taschen-Projekt „Stoff statt Plastik“



An diesem Projekt nehmen kriegstraumatisierte Frauen teil. Manche von Ihnen waren selber waren in Konzentrationslagern, oder Mitglieder aus ihren Familien.



Mit diesem Projekt unterstützen wir die internationale Kampagne "Stoff statt Plastik".



Stoffe, Nähmaschinen und alles, was es sonst noch braucht zum Taschennähen, wird von der Initiative Siglinde gesammelt, sortiert, verpackt, nach Bosnien transportiert und dort den Frauen als Geschenk übergeben. Sie dürfen damit machen, was sie wollen.

Den Vertrieb der Taschen übernehmen Firmen,  die den Frauen die Taschen abkaufen und aus Bosnien importieren.

Das Modell der 5 Ebenen in der Stricktherapie

Jede Frau ist in unterschiedlichen körperlichen und psychischen Zuständen, und den besten Erfolg gibt es, wenn sie dort gefördert wird, wo es am meisten gebraucht und gewünscht wird:

Ebene 1 und Ebene 2 umfassen therapeutische Schritte, Körperarbeit in der Gemeinschaft, als nächstes Handwerken um zu üben, dadurch entsteht mehr Aufmerksamkeit für die Gegenwart und mehr Zuversicht und Selbstvertrauen.

Ebene 3 ist eine Lern-Ebene. Hier wird das Handwerk ausgeübt, um Qualität zu erzeugen und die erhöhte Bereitschaft für fachliches Können. Daraus entstehen schöne, brauchbare Produkte, und es erwächst eine vermehrte Verantwortung für das eigene Können.

Ebene 4 ist die Profi-Ebene. Jetzt werden Produkte mit höherem Schwierigkeitsgrad gelehrt und hergestellt. Es entstehen professionelle Produkte, die vom Markt sehr gut angenommen werden.

Ebene 5 bedeutet, eine selbstständige Geschäftsfrau zu sein (für die Frauen, die das wünschen). Hier werden Grundlagen des Handels und der Marktwirtschaft gelehrt und begriffen, sodass die eigene Existenz aufgebaut und stabilisiert werden kann.



Es war wieder deutlich zu spüren: Wir sind die Hoffnung für diese Frauen. 



Dazu brauchen wir auch weiterhin Eure Unterstützung und Anteilnahme:



- Wir sammeln fortlaufend Stoffe (geeignet zum Taschennähen), Nähmaschinen, Wolle und Zubehör
- Helft uns beim Sammeln und Sortieren der Güter
- Begleitet uns auf den Fahrten nach Bosnien
- Damit das Projekt langfristig gesichert ist, sind wir dankbar für jede finanzielle Zuwendung.



In diesem Konvoibericht möchte ich Euch/Ihnen noch zwei Dinge mitteilen:

Eine der Grundlagen unseres Arbeitens mit den Frauen in Bosnien/Herzegowina findet ihr auf der homepage meiner Firma SiTa - Consulting. Wir möchten Eure Aufmerksamkeit auf einen Artikel lenken, den Ihr auf dieser findet, der Titel lautet:

"Auszüge aus der Anatomie eines Traumas" und das Schneiderprojekt für die ehemaligen KZ - Insassen.

Der Inhalt dieses Artikels ist der Kern des Projekts. Die Funktion ist eine einzigartige Chance, um durch das Programm Stricken und Nähen das Wohlbefinden der Teilnehmer zu fördern.

Ich würde gerne hören was Ihr/Sie dazu sagt. Und ich freue mich wenn Ihr mir Eure persönliche Meinung zu diesem Artikel schreibt. 



der Link ist:



http://www.sita-consulting/Buecher/Fachartikel/



Und in meiner Gruppe ist ein Buch entstanden, dass auch mit unserer Arbeit zu tun hat. Es heißt "Von der Vision zur Wirklichkeit" und ist ein Werkzeug wie jemand der Etwas vorhat von A nach B kommt.



Wenn Ihr/Sie keine mails mehr erhalten möchtet, bitte melden.



Herzliche Grüße



Siglinde Anzenberger

Gründerin der Initiative Siglinde

 




KONVOI - BERICHT FEBRUAR 2017

Liebe Konvoi-Freunde,

dieser Konvoi gestaltete sich etwas herausfordernder als die bisherigen. Die Beanspruchungen waren höher. Deshalb lassen wir Euch, liebe Spender und Freunde der „Initiative Siglinde“, den Ablauf so genau wie möglich zukommen, damit Ihr ein gutes Verstehen erlangt, was lief. 

Als Erstes nochmal ein Blick auf unsere Aufgabe. Es leben aus dem letzten Krieg, der 1995 endete, von 250.000 Insassen der Konzentrationslager noch ca. 100.000 in Bosnien-Herzegowina. Der Rest ist verstorben, ausgewandert oder vermisst. 

Diese 100.000 sind unsere Zielgruppe. Da sie meistens auch schon älter sind, ist Eile geboten, da sie sonst wegsterben. Unsere Aufgabe: 

Durch therapeutisch geführtes Handwerken den Menschen einen Bezug zur Gegenwart ermöglichen (andere Therapien haben weitestgehend versagt, da für die Schwere des Traumas oftmals nicht verwendbar) und ihnen somit die Möglichkeit zu geben, ihr Leben wieder aufbauen zu können, ohne dass die Schrecken des Folter- und KZ-Traumas auf sie wirken – was sonst im Moment so nicht möglich ist. Es ist deshalb nicht möglich, weil das Erlebte zu schwer war, als dass es verarbeitet werden könnte. Eine „ethnische Säuberung“, also der Versuch, ein Volk auszulöschen, geht nun mal nicht mit Samthandschuhen, sondern nur mit Folter, Umerziehung unter Pein und Vergewaltigung der Frauen, um die nächste Generation ebenfalls zu vernichten. 

Das, was wirklich funktioniert, ist Arbeiten, Handwerken. Wobei das Handwerken in erster Linie nicht des Gelderwerbs wegen gemacht wird, sindern weil dadurch gezielt die Aufmerksamkeit in die Gegenwart gelenkt wird und die Frau so beginnen kann, sich aus dem Schrecken des Traumas zu befreien. Die Folge ist eine Wahrnehmung von „hier und jetzt“, was dann zur Möglichkeit des Gestaltens führt; Dann wird nicht bei jeder Vorwärtsbewegung im Leben die Idee “Du bist nichts, du sollst nicht sein!“ als Gedanke auftauchen, der unter Pein verabreicht wurde, auch die dazugehörigen Psychosomatiken, die dann zu körperlichen Schwierigkeiten führen können, würden sich nicht wieder aktivieren.

Also, das ist die Aufgabe, die wir in der „Initiative Siglinde“ angenommen haben, und diese werden wir erfüllen! 

Dazu machen wir regelmäßige Konvois mit den verschiedenen Zwecken, um dieses Programm voranzubringen. 

Aufgabe dieses Konvois: 

80 Kisten Stoffe und ca. 10 Kisten Strickmaterial iin 7 Orten und Städten in Bosnien auszuliefern. 

Vorbereitung: 

Wir sammeln über zwei bis drei Monate hinweg Stoffe, Wolle und Zubehör. Wir holen selbst und mit unseren Partnern die Stoffe bei den Sammelstellen in Bayern ab, oder sie werden uns von den Sammelstellen gebracht. Dann sortieren wir das fürs Projekt Brauchbare vom aktuell nicht Brauchbaren aus und bereiten alles für die Reise vor. 

Parallel dazu machen wir die notwendigen, vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Papiere fertig. Ständig laufen Kommunikationen per Mail mit unseren bosnischen Partnern. Wir koordinieren die Anlieferung der Spendengüter – ebenso eine Aktion über mehrere Wochen.


Schwierigkeiten: 

Ein wesentlicher Partner bekommt eine Lungenentzündung, ein anderer eine Grippe.  Alles in den Zeiten kurz vor der Abfahrt. Die Durchführung steht in Frage. Außerdem müssen wir wegen der großen Kistenmenge einen Sprinter-Wagen mieten. Dieser kostet 750,00 Euro, die waren nicht eingeplant. Die Finanzen dafür sind nicht da. Wieder steht die Durchführung in Frage. 

Aber: Wie es oft in solchen Situationen so ist, passiert auch das Gute. Von bekommen von zwei Spendern zusammen 1000,00 Euro, und so können wir den Sprinter zahlen. Da wir alle berufstätig sind, würden wir, wenn wir den Konvoi nicht absagen wollen, aus der eigenen Tasche zahlen – was wir oft machen, wenn wir eben nicht genug Spenden hereinbekommen.

Donnerstag, 23. Februar



Das Beladen

Die Beladung beginnt. Teilweise sind die Akteure gesundheitlich noch nicht hundertprozentig fit. Aber das Projekt hat begonnen. Hunderte Leute warten auf uns. Etwa 12 Vereine in Bosnien warten auf die Gaben. 

Und: ein Versprechen darf man nicht brechen. Schon gar nicht mit Menschen, die so etwas erleben mussten wie diese bosnischen Menschen. 

Die Abfahrt

Am 23. Februar von München nach Graz in Österreich, dort übernachen. Alle sehr müde. Günstigstes Hotel. Einigermaßen gut geschlafen. Husterei ist Dauerthema. Moral gut! 


Freitag, 24. Februar

Weiter an die Grenze zu Bosnien-Herzegowina nach Gradiska. Ankunft um 13.00 Uhr. Hiobsbotschaft: Wir sind überladen und können die Güter nicht wie vorbereitet als Geschenke einführen. Wir verhandeln bis 21.00 Uhr abends. Zig telefonate übers deutsche Handy. Die Kosten steigen. Keine Lösung. Wir verzollen, und das über eine Spedition. Kein Weg, das hinzukriegen.

Übernachtung im Jugendhotel für 15,00 Euro pro Nacht (die einzig verfügbare Möglichkeit). Über einen Kontakt in Sarajevo kommen Freunde, auch ein Polizist, zur Grenze und versuchen, uns durchzubekommen – nichts geht. 

Abendessen in der Jugendherberge: Mitgebrachte selbstgemachte Fleischpflanzerl und hartgekochte Eier sind das Abendbrot. Es regnet seit Stunden in Strömen. Kälte. Etwas nass geworden, planen wir den ganzen Konvoi um, da wir wissen, dass der Zeitplan überhaupt nicht haltbar ist. Außerdem machen wir eine Worst-Case-Analyse, die sieht allerdings nicht gut aus. Final wissen wir nicht, ob wir unter den gegebenen Umständen überhaupt einreisen können. In die EU zurückfahren geht übrigens auch nicht. Na ja, ganz schöne Lage – aber: Moral sehr gut. Wir sind zuversichtlich. 


Samstag, 25. Februar

Den ganzen Vormittag verhandeln wir mit Zoll, Speditionen, befreundeten Partnern und so weiter. Dann endlich weg von der Grenze – aber nicht in unsere Zielgebiete, sondern in eine andere Stadt, wo der Wagen (der mittlerweile verplombt wurde) entzollt werden darf. 

Es ist mittlerweile aber klar geworden, dass vor Montag mittags nichts gehen wird, da am Wochenende, in das wir hineingeraten sind, die Zollämter nicht arbeiten. 

Unser Back Office in Deutschland (eine Gruppe von Leuten, die schichtweise 24 Stunden wachen, ob der Konvoi etwas braucht, zum Beispiel Botschaftskontakte, Versorgungen usw.) leistet an diesem Tag hervorragende Arbeit und hilft uns sehr. 


Neuer Plan:

Unter Anbetracht, dass wir wissen, dass der gemietete Sprinter 100,00 Euro pro Tag kosten wird und am Dienstag Abgabetermin in Bayern ist, planen wir, wie in der Vornacht begonnen, weiter um – da ja nun der Rest bekannt ist, dass am Montag die Entzollung stattfindet.

Also: Eine Gruppe fährt zu den ersten beiden Städten, also zu den wartenden 20 Menschen in der ersten Stadt und den 50 Wartenden in der zweiten Stadt. Die zweite Gruppe fährt zum Entzollen quer durch Bosnien. Wir sind an der Grenze, und die Entzollung ist etwa 300 Kilometer entfernt. Los geht’s – endlich! 


Sonntag, 26. Februar

Gruppe 1 erledigt alles, Gruppe 2 ebenso – alles planmäßig. Jedoch haben wir wegen der Zeitverschiebung nicht die Gelegenheit, die Supervision unserer Projekte ausführlich machen zu können. Wir geben zwar die Güter ab, und das ist das Wichtigste. Aber unsere sonstige Qualität wurde nicht erbracht: genaues, liebevolles Zusammensein mit diesen Menschen und deren Erfolg mit Interesse begleiten sowie ihnen helfen, ihre Form zu finden … Wir werden dies in einer Reise im April nachholen und alles auf Stand bringen. Per E-Mail haben wir dafür alles schon vorbereitet. Alles ist geregelt dafür. 

Es ist kein Schaden entstanden. Aber heikel war es dennoch, weil die Leute einfach ein hohes Niveau gewohnt sind.

Gruppe 1 hat im Norden von Bosnien noch die Herausforderung, dass eine Gruppe von Strickerinnen aus dem Programm aussteigen will. Die Frauen sind aufgestachelt worden (sie sollten doch mehr Geld bekommen …). Auch erkennen wir, dass hier Fremdeinfluss, unguter Fremdeinfluss herrscht. Wir bringen die Sache zügig in Ordnung. Am Ende Gelächter, Spaß. Dennoch wissen wir auch, dass der Erfolg Neider hervorrufen kann. Und dass die Betroffenen eine größere Unterstützung unsererseits benötigen. 


Montag, 27. Februar 

Gruppe 1 fährt von Nordbosnien nach Prusac und vereinigt sich mit Gruppe 2, die gegen 14.00 Uhr aus dem Zoll entlassen wurde – 4 Tage später als geplant!!!Nach dem Zusammentreffen geht es zügig durch alle Städte in der Gegend von Travnik. Alles an Gütern wird zügig ausgeladen, die Anspannung ist nicht unerheblich. Danach geht es in die Autos und in derselben Nacht noch 300 km nach Nordbosnien und dort an Vertreter von 9 Vereinen die versprochenen Güter ausgehändigt. Arbeit bis spät in die Nacht. Alle Frauen sind sehr glücklich. Wir selber sind etwas durchgefroren, müde, aber auch zufrieden. Schnell ins Bett.


Dienstag, 28. Februar 

Am Morgen arbeiten wir noch Vertreter einer Gruppe im Norden in die Stricktechnik ein, danach am Stück nach München zurück. Auto auspacken – Sprinter zurückgeben – nach Hause – schlafen. 


Ergebnis: 

- Zollformalitäten und Speditionswesen für den nächsten Konvoi ermittelt 

- 80 Kisten Stoffe ausgeliefert an 8 Städte und unsere Frauen im Projekt 

- 12 Nähmaschinen ausgeliefert

- 20 Bügeleisen ausgeliefert 

- 10 Kisten und einige Tüten Wolle ausgeliefert

- In Sarajevo begonnen, die Gruppe einzuweisen

- In Kozarac die Gruppe eingewiesen 

- eine weitere Gruppe im Norden eingewiesen 

- 12 Vereine ins Projekt aufgenommen

- alle geplanten Stellen angefahren und Güter ausgeliefert

- keine Verluste an Material oder sonstigem

- sparsamst gewirtschaftet mit Geldern.

- Trotz Spenden mussten wir 1.300,00 Euro dazuschießen aus Privatbeständen. 

- Ca. 3000 Kilometer gefahren. Alles störungsfrei. 


An dieser Stelle danken wir … 


… allen Konvoifahrern, Helfern, Spendern, Unterstützern, Autovermietern, bosnischen Repräsentanten der Orte, Projektleitern.

In alle dem Wirrwarr, das sich momentan in der Welt abspielt, ist es für uns nicht selbstverständlich, dass Ihr uns und damit diesen Menschen helft. 

Wir haben selbst gesehen, mit welchen schnellen Fortschritten die Frauen in die Eigenbestimmung hineinwachsen, wie sehr sie sich verbessern, was dieses Projekt an Hoffnung und Dynamik auslöst.

Siglindes Wahrnehmung der Frauen und ihrer Entwicklung

- Bemerkenswert war für mich zu sehen, wie sich die Frauen in mehr Kreativität hineinbewegen. Sie brauchen immer weniger Vorgaben und Vorlagen. Sie sind in der Lage, sich immer mehr vorzustellen, wie ein Strickwerk nach ihrem Ermessen auszuschauen hat. Es gelingt also immer besser, in komplexeren Strukturen zu überlegen und dies auch umsetzen zu können.

- Die Freude, dass sie etwas erschaffen und schaffen können, etwas Nutzvolles herstellen, was gebraucht wird, ist in ihren Gesichtern zu sehen.

- Die Exaktheit steigert sich immer mehr.

- Das Trauen, sich etwas zu wünschen, kommt immer mehr zum Vorschein. Und auch das Trauen, eigene Vorschläge und Ideen einzubringen.

- Die Stimmung der Frauen, wenn sie kommen, wird immer entspannter.

- Sie werden offener.

- Es kristallisieren sich die Stärken der einzelnen immer mehr heraus, und darauf wollen wir aufbauen. Denn am besten wächst jemand, wenn ihm etwas immer besser gelingt.

- Und das, was mich am allermeisten freut und auch begeistert. ist: Ihre Dankbarkeit, ihr Wille zum Lernen, der Wille, den Herausforderungen, die ihnen auf dem Weg des Lernens erscheinen, zu begegnen, ihr Vertrauen in uns und in sich nimmt zu, ihr Einlassen auf Neues. Ich bin stolz auf sie, auf ihr Durchhaltevermögen, ihr Dranbleiben, ihr Zueinanderhalten in der Gemeinschaft und dass, wenn ich etwas entdecke, was nicht dem entspricht,was sein soll, sie diese Korrektur annehmen, sogar danach verlangen. 

- Diesmal war die Zeit zu wenig, um mir ihre Strickwerke genau anzuschauen und sie angemessen zu würdigen, das war ein kleiner Wermutstropfen - aber das wird nachgeholt. Denn es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zusammenarbeit. Und die Frauen warten schon darauf.

- Auch die Einweisung in die neuen Modelle, die wir machen werden (Fellbommelmützen und Stirnbänder), kam etwas zu kurz. Aber allein anhand der Fotos, die sie gesehen haben, werden sie wunderbare Sachen herstellen und sich alles, was sie dazu brauchen, selbst erarbeiten - welch Fortschritt!!!

- Was sich auch klar gezeigt hat, sie brauchen uns und sie brauchen Aufmerksamkeit in Form von mehr Zeit, die wir miteinander verbringen. Wie Pflanzen, die können auch immer wieder ohne einen auskommen, aber sie brauchen auch, dass man sich um sie kümmert, sonst verkümmern sie.

- Und nachdem wir jetzt auch das Taschen-Nähen als zweite Säule des Programms anbieten, haben sie eine weitere Möglichkeit, sich zu entfalten. Zu sehen, mit welcher Liebe sie diese gemacht haben, wie sie die Stoffe ausgesucht haben, ist ergreifend. 


Die Belohnung aus unserer Arbeit ist: die Werte, die durch das therapeutische Handwerken wieder ins Leben gerufen werden (Stricken und Nähen ist das Werkzeug, mit dem die Frauen sich die Werte wieder erarbeiten) bei jeder einzelnen Frau, das trägt bei zu ihrer Gesundwerdung. Und je gesünder ein Mensch ist, umso mehr kann er wieder anderen helfen. Und somit werden die, denen wir helfen, zu Helfenden.

Danke!


Es ist ein gangbarer Weg

Es ist machbar, das zu tun. Es gibt Ergebnisse. Niemand sagt, dass es nur easy und leicht ist. Nein. Es ist Knochenarbeit und es ist viel Liebe und Hingabe im Einsatz – und ein von allen getragener Wunsch, dass wir dieses Projektziel schaffen, alle verbliebenen 100.000 Menschen in eine verbesserte Lebenslage zu bringen.

Und nun ist es an der Zeit, Ihnen/Euch, die Ihr die Aufmerksamkeit aufbringt, diese Zeilen zu lesen und uns zu helfen, zu sagen: dass es ohne Euch nicht geht – nur mit Euch! Es ist wichtig, dass Ihr uns versteht, dass Ihr an uns denkt, dass Ihr uns alles Gute wünscht, dass Ihr uns finanziell unterstützt, beim Sortieren und Verladen helft, Euch meldet zum Mitmachen, Projektpaten werdet (und 15,00 Euro im Monat investiert) – und einfach an uns glaubt!  Die Menschen dort glauben an uns - wir haben sie nicht enttäuscht und werden es auch nicht tun.

Viele Grüße

Euer Team von Initiative Siglinde 


PS.

Unsere neue Telefonnummer: 0157-37 05 75 99 

Hier zum Abschluss eine Nachricht von Jasmina, eine der Frauen in Bosnien, die am Projekt teilnimmt. Am 11. März 2017 schickte sie uns diese Mail:

“Hallo ...


Ihr Lieben aus der Initiative Siglinde,

sehr froh bin ich, dass Ihr ohne Probleme wieder zu Hause angekommen seid.

Zudem tut es mir leid, dass Ihr an unserem Zoll Schwierigkeiten hattet.

Aber das ist jetzt hinter Euch und wir hoffen, dass es beim nächsten Mal viel einfacher sein wird.


Ihr macht die richtige Sache für unsere Frauen, die Euch wirklich, wirklich dankbar sind.

Wir sind noch unter dem Eindruck vom letzten Mal, und unsere fleißigen Frauen arbeiten sehr viel, damit Sie ihren Teil der Arbeit qualitativ noch besser machen können.


DANKE EUCH ALLEN,

dass Ihr einen Sinn in unsere Leben bringt und zeigt, dass es in dieser komischen Welt Menschen gibt, die an andere Menschen denken und ihnen Gutes tun. 

Vielleicht habt Ihr auch im Gespräch mit unseren Frauen bemerkt, dass sie auch nach 20 Jahren noch sehr enttäuscht von der Gesellschaft im Globalen sind. Sie fühlen sich sehr zurückgestellt, besonders in ruralen Gebieten.

Sie sind von ihrem Land enttäuscht, denn viele, die arbeiten können und auch Qualifikationen haben, können keinen Arbeitsplatz bekommen, für den sie eine Ausbildung haben.

Von tieferen Gefühlen bei ihnen möchte ich jetzt nicht sprechen und Sie auch damit nicht langweilen, aber ich meine, Sie sollten auch etwas von uns wissen.

Und dann kamen in all dies – Sie. Mit Hoffnung und Unterstützung, damit nicht alles verloren ist.

Damit eben diese Frauen anders von sich und der Umgebung denken.

DANKE IHNEN in ihrem und in meinem Namen

Hinzufügen möchte ich noch, dass ich Ihre Mail nach Sanski Most weitergeleitet habe.

Nun wünsche ich ein angenehmes Wochenende – und wir sehen uns im Mai …

Liebe Grüße aus Prijedor

Jasmina“

 



KONVOI - BERICHT JANUAR 2017

Liebe Spender/innen, Helfer/innen und Unterstützer/innen,
 
ein sehr herzliches Danke an Euch alle.  Mit eurer Unterstützung ist es uns gelungen, an mehrere Orten in Bosnien-Herzegowina wieder ein Stück Hoffnung und Zuversicht zu bringen. In vier Tagen, bei bis zu minus 27 Grad und winterlichen Straßenverhältnissen, haben wir  2 Autoladungen voll Material (das waren ca. 30 Bananenkartons) an 60 Frauen verteilt, und damit können sie nun arbeiten. (Der Transporter, der uns zugesagt worden ist, stand uns kurzfristig nicht mehr zur Verfügung, deshalb fuhren wir mit 2 PKWs).
 
Die Menschen haben sich sehr darüber gefreut. Wir haben gesagt, von wem die Sachen gespendet wurden.
 
Ich hielt einen Vortrag vor 80 neuen Frauen und habe dabei unser neues Drei-Säulen-Programm vorgestellt. Die erste Säule ist das therapeutische Stricken, die zweite Säule ist eine Ausbildung zum Stricktherapeuten und die dritte Säule ist das Taschennähen.

Durch diesen Vortrag haben sich 35 neue Frauen für Säule 3, das Taschennähen, angemeldet. Auch für die anderen beiden Säulen gab es Anmeldungen.
 
Sicher könnt Ihr Euch vorstellen, wie das ist: Alleingelassen, kein Geld oder eine kleine Rente unter 100 Euro, kein Brennmaterial, von der Welt nicht mehr beachtet und nichts mehr zu tun … Klar ist, dass dadurch "Blödsinn" (Gedanken mit destruktivem Inhalt) in ihren Köpfen sich breit macht, und die Suizidrate wird dadurch nicht weniger. Die Menschen kommen durch ihr Schicksal an die Grenze zur Kriminalität.
 
Das können wir verhindern – auch wenn es weh tut, wenn man auf Spenden angesprochen wird – jeder sollte es dennoch tun. Gerade in unserem Projekt, wo wir direkt an die Menschen liefern und nachweisen können, wo es hinkommt und seinen Zweck erfüllt.

Ich finde, wenn wir schon so eine Hoffnung bieten können, dann muss man das auch tun. Die Frauen, die bereits teilnehmen, verbessern sich zunehmend in ihrer persönlichen Lage. Sie haben mehr Stabilität und mehr Gesundheit sich er-"handarbeitet". Es spricht sich herum, dass unsere Hilfe hilft.

Deshalb mein Anliegen an Euch:

Wir brauchen dringend Geldspenden, um den Frauen in Bosnien aus ihrer tiefen Not helfen zu können, um die 35 neuen Frauen im Februar mit Material versorgen zu können, sodass sie die Möglichkeit haben, zu produzieren und dadurch ihre Lage zu verbessern. 

Es verbessert ihre Lage, weil sie etwas Nutzvolles tun können; weil sie in ihrem handwerkliches Können fähiger werden und das auch erkennen; weil sie sich in der Gemeinschaft aufgehoben fühlen und verstanden fühlen; weil sie sich gegenseitig helfen können beim gemeinsamen Handwerken.
Wir, die ihnen Material und Aufmerksamkeit geben, wertschätzen sie, indem wir das tun, was wir tun – und Ihr alle tut mit dazu. Und sie spüren, dass sie uns wichtig sind.

Wir sammeln weiter Stoffe und Nähmaschinen

Außerdem sammeln wir auch weiterhin fortlaufend: elektrische Nähmaschinen und Stoffe (mindestens 50 cm, nicht elastisch, nicht transparent, etwas festere Qualität) sowie Nähzubehör (Gute Stoffscheren, Maßband, Bügeleisen, Nähgarne, Stecknadeln).
Wenn Sie etwas geben möchten, dann rufen Sie bitte unsere neue Telefonnumer an: 0157-37 05 75 99.

Wir suchen Menschen, die mitmachen wollen

Wegen der großen Nachfrage von immer mehr Frauen und Orten aus Bosnien wächst das Projekt. Unser Team braucht dringend Verstärkung: für das Sammeln, Sortieren und Verpacken der Güter, für Internet-Recherchen, Kommunikationen, für die Fahrten nach Bosnien, für die Stricktherapie und das Nähprojekt dort… Wenn Sie interessiert sind, uns zu helfen, dann rufen Sie uns einfach an.

Eins ist ganz elementar: Wir müssen das, was wir versprechen, halten

Das hilft den Frauen, sich von ihren Enttäuschungen Stück für Stück zu lösen, weil sie durch uns ein anderes Erleben bekommen.

Ich hoffe, ich bin Euch nicht lästig, wenn ich von Euch immer wieder Spenden will. Ich brauche Euch wirklich und die Menschen dort brauchen mich.

Meine Freunde der initiative-siglinde, die trotz Erkältung und Husten bei den dortigen Temperaturen mit mir vor Ort gearbeitet haben, grüßen Euch auch ganz herzlich, auch wenn sie immer noch einen dickem Schal um den Hals tragen.

Wir fahren wieder, noch im Februar.
 

ICH ZÄHLE AUF EUCH UND IHR KÖNNT AUF MICH ZÄHLEN - DASS WIR SAUBERE ARBEIT MACHEN.
 

Herzlich

Siglinde Anzenberger
Gründerin von initiative-siglinde